Mit Expertenwissen, das Mut macht – und einem persönlichen Ratgeber für Ihr Gehirn
Gemeinsam stark im Kopf
Brain-Awareness-Week:
14 Risikofaktoren – was betrifft mich?
Jetzt testen.
Wenn sich das Gedächtnis im Alter verändert, entstehen oft viele Fragen. Manchmal sind es kleine Unsicherheiten im Alltag. Ein Name fällt nicht mehr ein. Ein Termin ist plötzlich aus dem Kopf verschwunden. Oder man merkt, dass Konzentration mehr Kraft kostet als früher.

Für viele Menschen ist das zunächst nur irritierend. Für andere entsteht daraus die Angst, dass sich dahinter vielleicht eine Demenz entwickeln könnte.

Diese Angst ist verständlich und Sie sind damit nicht alleine. Tatsächlich gehört Demenz zu den Erkrankungen, vor denen sich viele Menschen besonders fürchten.

Gleichzeitig wissen wir heute deutlich mehr über Gehirngesundheit als noch vor wenigen Jahren. Immer mehr Studien zeigen, dass viele Faktoren, die Demenz verursachen, mit unserem Lebensstil zusammenhängen.

Hier möchten wir Ihnen Orientierung geben, Mut machen und zeigen, welche Schritte heute möglich sind, um das eigene Gehirn aktiv zu unterstützen.
Für ihn ist klar: Gehirngesundheit beginnt im Alltag. Kleine Entscheidungen – jeden Tag – können einen Unterschied machen.
Seine Botschaft ist einfach: Wer sein Gehirn stärken möchte, kann heute damit anfangen, ihm im eigenen Leben mehr Aufmerksamkeit zu geben.
„Fordern ist fördern.“
Volkmar Schwabe ist Experte für einen Lebensstil, der sein Gehirn an erste Stelle rückt. Er lebt ein aktives, bewusst gestaltetes Leben – trotz Demenzdiagnose.

Heute beschäftigt er sich intensiv damit, was Menschen im Alltag für ihre Gehirngesundheit tun können. Dabei orientiert er sich an wissenschaftlichen Erkenntnissen und setzt viele dieser Empfehlungen konsequent um.

Bewegung, eine ausgewogene Ernährung, geistige Herausforderungen und soziale Kontakte gehören für ihn selbstverständlich dazu.
Fordern ist fördern
Ich habe angefangen zu überlegen: Was kann ich selbst tun?
Die Frage, ob sich Demenzerkrankungen beeinflussen lassen, beschäftigt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. In den vergangenen Jahren sind mehrere große Studien entstanden, die einen neuen Blick auf Prävention ermöglichen.

Eine der wichtigsten Analysen stammt von der internationalen Lancet-Kommission zur Demenzprävention. In dieser Auswertung wurden hunderte Studien zusammengetragen.

Die Forschenden identifizierten 14 Faktoren, die mit einem erhöhten Demenzrisiko zusammenhängen und zumindest teilweise beeinflusst werden können.
Die Lancet Kommission kommt zu dem Ergebnis, dass weltweit ein erheblicher Anteil der Demenzfälle mit solchen Faktoren zusammenhängt. Wenn sie frühzeitig erkannt und behandelt werden, könnte sich die Erkrankung möglicherweise hinauszögern oder im besten Fall erst gar nicht auftreten.
Prof. Dr. Thorsten Bartsch ist Neurologe und Gedächtnisforscher am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein. In seiner täglichen Arbeit begleitet er Menschen mit Gedächtnisstörungen und Demenzerkrankungen.
„Das Risiko zur Entwicklung einer Demenz wird natürlich auch von den Genen mitbestimmt. Aber Bewegungsmangel, Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck, zu viel Cholesterin im Blut, und altersbedingte Risikofaktoren, zum Beispiel Schwerhörigkeit, Sehverlust, aber auch Einsamkeit, haben einen großen Einfluss.”
Was die Forschung heute über Prävention weiß
Auch mehrere große Interventionsstudien liefern Hinweise darauf, dass Lebensstilprogramme einen Unterschied machen können.

Zu den bekanntesten gehören:
  • die FINGER-Studie aus Finnland
  • die US POINTER-Studie in den Vereinigten Staaten
  • das australische Präventionsprogramm Maintain Your Brain

Diese Studien untersuchten Programme, die mehrere Faktoren miteinander kombinieren – zum Beispiel Bewegung, Ernährung, geistige Aktivität und medizinische Betreuung.

Die Ergebnisse zeigen, dass solche multidimensionalen Ansätze positive Effekte auf die geistige Leistungsfähigkeit haben können.
„Was uns so optimistisch stimmt, dass Lebensstilintervention einen positiven und wirklichen Effekt auf die geistige Leistungsfähigkeit haben, sind insgesamt drei Studien aus den letzten Jahren:
Die FINGER-Studie aus Finnland, die US POINTER Studie und eine große australische Studie. Diese Studien zeigen, dass ein kognitives Trainingsprogramm, computergestützt durchgeführt, einen positiven Effekt auf die Gedächtnisfunktion hat.”
Wer jetzt handelt, profitiert
Ein wichtiger Punkt ist die geistige Aktivität.

„Kognitive Stimulation kann helfen, die Vernetzung von Nervenzellen zu stärken“, sagt Prof. Dr. Thorsten Bartsch. „Das Gehirn bleibt ein Leben lang anpassungsfähig. Das können wir ausnutzen.“

Forschende sprechen in diesem Zusammenhang auch von der kognitiven Reserve. Sie beschreibt eine Art Schutzpolster des Gehirns: Je mehr wir unser Gehirn im Laufe des Lebens fordern und trainieren, desto mehr stabile Verbindungen zwischen Nervenzellen entstehen. Diese Reserve kann später helfen, Veränderungen im Gehirn länger auszugleichen.

Man kann sich die kognitive Reserve deshalb wie einen Puffer für das zukünftige Gehirn vorstellen.

Gerade für Menschen mit einer leichten kognitiven Störung (MCI) kann geistige Aktivität ein wichtiger Bestandteil sein, um die geistige Leistungsfähigkeit zu unterstützen und die Gehirngesundheit aktiv zu stärken. Viele Expertinnen und Experten empfehlen deshalb, das Gehirn regelmäßig und strukturiert zu trainieren.
Ein Beispiel dafür ist NeuroNation MED. Das digitale Gehirntraining wurde speziell für Menschen mit kognitiven Einschränkungen entwickelt und kann dabei helfen, Gedächtnis, Aufmerksamkeit und andere geistige Fähigkeiten gezielt zu stärken.
„Wir wissen aus vielen Studien, dass kognitive Stimulation einen Effekt auf Nervenzellen und Nervenzellverbünde hat: Die Verbindung zwischen Nervenzellen, die Neubildung von Nervenzellen und die Organisation von Nervenzell-Netzwerken im Gehirn kann dadurch gestärkt werden. Das nennt man Neuroplastizität und ist die Grundlage dafür, dass ich überzeugt bin: Kognitives Training hat einen echten Effekt auf das Gehirn.”
Experteneinschätzung:
Warum Lebensstil eine Rolle spielt
Dr. Kupferschmitt erklärt:
Code erhalten und Training starten
3
Bei der Krankenkasse einreichen (oder online hochladen)
2
Kurzattest bei Ärzt:in / Psychotherapeut:in holen
1
NeuroNation MED ist eine digitale Gesundheitsanwendung (DiGA). Die Kosten werden von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

Der Prozess ist sehr einfach und kann in wenigen Schritten erledigt werden:
So erhalten Sie NeuroNation MED
„Neuronation MED ist eine digitale Gesundheitsanwendung, die von der Krankenkasse übernommen wird. Die Patienten gehen zum Arzt oder Psychotherapeuten. Bei der Diagnose F06.7 kann ein Rezept ausgestellt werden. Die Patienten laden die App herunter, geben den Code ein – und das war es schon. Es geht sehr schnell, sehr simpel.“
Die Forschung zeigt, dass Maßnahmen wirksam sind, die mehrere Lebensstilfaktoren miteinander verbinden. Bewegung, geistige Aktivität, Ernährung und soziale Teilhabe wirken zusammen und unterstützen die Gehirngesundheit auf unterschiedliche Weise.

Dabei geht es nicht darum, alles sofort perfekt umzusetzen. Viel wichtiger sind kleine, realistische Schritte, die sich dauerhaft in den Alltag integrieren lassen.

Die folgenden fünf Tipps orientieren sich an wissenschaftlichen Empfehlungen und lassen sich Schritt für Schritt ausprobieren.
Fünf Hebel für Ihre Gehirngesundheit
Jeder Mensch bringt unterschiedliche Voraussetzungen mit. Deshalb kann es hilfreich sein, die eigenen Risikofaktoren genauer zu betrachten.

Auf Grundlage der vierzehn Faktoren der Lancet-Kommission haben wir einen kurzen Self-Check entwickelt. Er hilft dabei, die eigene Situation besser einzuschätzen und konkrete nächste Schritte für Ihre Gesundheit zu planen.
Der Check dauert nur wenige Minuten. Anschließend erhalten Sie Hinweise darauf,

  • welche Risikofaktoren für Sie besonders relevant sein könnten.
  • welche Aspekte Ihrer Gesundheit Sie im Blick behalten sollten.
  • welche kleinen Schritte im Alltag sinnvoll sein könnten.

Der Self-Check ersetzt keine medizinische Diagnose. Er kann jedoch helfen, Gespräche mit Ärztinnen oder Ärzten vorzubereiten und das eigene Risiko besser einzuordnen.
Zum Self-Check:
Starten Sie jetzt Ihren persönlichen Risikocheck
14 Risikofaktoren – was betrifft mich?
Jetzt testen.
Häufige Fragen