„Mein Gehirn fühlt sich an wie in Watte gepackt.“ So beschreiben viele Patient:innen Brain Fog. Nach COVID-19 zeigt etwa jede:r Fünfte noch zwölf Wochen später kognitive Einbußen¹, eine eigenständige Diagnose ist Brain Fog aber nicht². Wie gelingt die sichere Einordnung in der Praxis?
Brain Fog (Gehirnnebel) ist ein Überbegriff für subjektiv erlebte Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, verlangsamtes Denken, Wortfindungsstörungen und eine schnelle geistige Erschöpfung. Spätestens seit der COVID-19-Pandemie ist der Begriff in vielen Praxen angekommen. Was steckt also hinter den Beschwerden, wie lassen sie sich erkennen und abklären, und wann ist eine Verordnung möglich?
Das Wichtigste in Kürze
Brain Fog ist ein Sammelbegriff für subjektiv erlebte Konzentrations-, Gedächtnis- und Sprachprobleme, oft zusammen mit Fatigue und affektiven Symptomen. Einen eigenen ICD-Code gibt es nicht2.
Brain Fog tritt häufig im Zusammenhang mit Post-COVID, ME/CFS, Krebstherapien sowie hormonellen Veränderungen während der Wechseljahre auf.
Die Abklärung umfasst eine gezielte Anamnese, Basislabor, ein kognitives Screening wie den MoCA und das Erfassen von Fatigue, Stimmung und Schlaf2,3,4.
Sind kognitive Einbußen objektivierbar und Folge einer körperlichen Erkrankung, kann F06.7 kodiert und die DiGA NeuroNation MED auf Rezept verordnet werden5,6.
Inhaltsverzeichnis
Was versteht man unter Brain Fog?
Brain Fog, auf Deutsch Gehirnnebel, beschreibt das subjektive Gefühl reduzierter geistiger Klarheit. Der Begriff Brain Fog stammt aus der Alltagssprache und ist medizinisch nicht einheitlich definiert. Laut einer Übersichtsarbeit von Denno et al. (2025) verbindet Brain Fog drei Bereiche: kognitive Symptome, besonders bei Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Sprache, dazu Fatigue und affektive Beschwerden2. Genannt wird Brain Fog unter anderem häufig bei COVID-19, ME/CFS, Fibromyalgie, Schlafstörungen, in der Menopause, bei Hypothyreose, nach Schädel-Hirn-Trauma und bei systemischem Lupus erythematodes2.
Welche Beschwerden beschreiben Patient:innen mit Brain Fog?
In einer Erhebung von Alim-Marvasti et al. (2024) mit 25.796 Teilnehmenden war Brain Fog am stärksten mit Konzentrationsschwierigkeiten verbunden. Unter den Befragten mit Brain Fog berichteten 61,8 % von Schwierigkeiten, Gesprächen zu folgen, knapp die Hälfte (48,9 %) hatte Probleme, an Termine zu denken, und 46,8 % fiel das Ausfüllen von Formularen schwer7.
Wie die Beschwerden von Patient:innen beschrieben werden, kann jedoch sehr verschieden sein. In einer Auswertung von Online-Beiträgen beschrieben Menschen mit „Brain Fog“ unter anderem Dissoziation, Fatigue, Konzentrationsprobleme, Vergesslichkeit, Kommunikationsprobleme und übermäßige geistige Anstrengung8. Hinter einem Wort können sich also sehr unterschiedliche Probleme verbergen. Für die Praxis heißt das: Lassen Sie sich genau beschreiben, was die Patient:innen mit dem Begriff meinen.
Ist Brain Fog eine Diagnose?
Brain Fog ist kein eigenständiges Krankheitsbild und hat keinen eigenen ICD-Code. In der Forschung wird der Begriff uneinheitlich verwendet, mal als Symptom, mal als Symptomkomplex oder mal als unspezifisches Beschwerdebild2. Die uneinheitliche Verwendung des Begriffs Brain Fog erschwert die Kommunikation mit Patient:innen und zwischen Fachkräften.
Dazu kommt, dass subjektives Erleben und messbare Faktoren oft auseinander gehen. In der genannten Erhebung von Alim-Marvasti et al. (2024) zeigten Personen mit Brain Fog im Vergleich zu Teilnehmenden ohne entsprechende Beschwerden nur geringfügige Unterschiede in der objektiv gemessenen kognitiven Leistungsfähigkeit. Die kognitiven Gesamttestwerte lagen im Mittel lediglich 0,1 Standardabweichungen niedriger. Während sich bei der verzögerten Gedächtnisleistung kein statistisch signifikanter Unterschied feststellen ließ, zeigten sich leichte Leistungseinbußen insbesondere in den Bereichen kognitive Flexibilität (−0,13 Standardabweichungen) und Verarbeitungsgeschwindigkeit (−0,11 Standardabweichungen)7.
Auch Erschöpfung und die emotionale Verfassung beeinflussen das Erleben und erklären einen Teil der messbaren Einschränkungen2. Brain Fog ist daher ein Anlass für eine strukturierte Abklärung, aber noch kein Befund.
Welche Ursachen kann Brain Fog haben?
Häufige reversible Faktoren für Brain Fog sind anhaltender Stress, Schlafmangel, eine unausgewogene Ernährung, Bewegungsmangel, hormonelle Veränderungen und Medikamente10. Brain Fog kann außerdem als Begleiterscheinung von mehr als zehn verschiedenen Erkrankungen auftreten2. Ein gemeinsamer biologischer Mechanismus ist bislang nicht belegt2. Zu den häufigsten Kontexten in der Praxis zählen die folgenden vier:
Brain Fog bei Post-COVID
Kognitive Beschwerden gehören zu den häufigsten Folgen einer COVID-19-Erkrankung. Eine Metaanalyse fand bei 22 % der Betroffenen zwölf Wochen nach der Infektion eine kognitive Beeinträchtigung1. In einer Kohorte mit 170 COVID-19-Patient:innen war Brain Fog mit Defiziten in Aufmerksamkeit und episodischem Gedächtnis verbunden und eng mit Fatigue verknüpft9. Auch psychische Faktoren scheinen eine wichtige Rolle zu spielen. Bei einer Studie von Cristillo et al. (2022) war Depression ein Jahr nach der Infektion der stärkste Prädiktor für anhaltenden Brain Fog11.
Wie stark die Beschwerden den Alltag prägen können, beschreibt Dr. Alexa Alica Kupferschmitt, Psychotherapeutin und Wissenschaftlerin an der Charité Berlin:
„Kognitive Störungen sind neben der Fatigue eines der häufigsten Symptome bei Post-Covid. Und das ist auch meistens das Symptom, was dazu führt, dass diese Patienten aus dem Erwerbsleben ausscheiden.“
Brain Fog bei ME/CFS
Bei der Myalgischen Enzephalomyelitis/dem Chronischen Fatigue-Syndrom (ME/CFS) gehören kognitive Störungen zu den Hauptsymptomen. Bei ME/CFS beschreiben Betroffene vor allem eine verlangsamte Informationsverarbeitung, Wortfindungsstörungen sowie Probleme mit Kurzzeitgedächtnis und Konzentration. Ein charakteristisches Merkmal von ME/CFS ist die Post-Exertional Malaise (PEM), eine Verschlechterung der Symptome nach körperlicher oder kognitiver Belastung. Die PEM setzt häufig erst Stunden bis Tage nach der Belastung ein und kann mehrere Tage oder länger anhalten12,18.
Brain Fog nach Krebstherapien
Viele Patient:innen berichten während oder nach einer Krebstherapie von Konzentrations- und Gedächtnisproblemen, oft als „Chemo Brain“ bezeichnet. Auch bei krebstherapieassoziierten kognitiven Störungen stimmen subjektives Erleben und Testbefund nicht immer überein. Eine Metaanalyse zu Brustkrebs nach Chemotherapie fand per Selbstauskunft bei 44 % der Betroffenen kognitive Beeinträchtigungen, in ausführlichen neuropsychologischen Testbatterien bei 21–34 %13.
Brain Fog in den Wechseljahren
Rund um die Menopause berichten Frauen häufig von Vergesslichkeit und Konzentrationsproblemen. Nach dem Leitfaden von Maki & Jaff (2022) tragen vor allem Hitzewallungen, Schlafstörungen und Stimmungsveränderungen zu Brain Fog in der Menopause bei14. Eine Metaanalyse legt nahe, dass hinter den subjektiven Beschwerden vor allem eine verringerte Lerneffizienz steht, also die Fähigkeit, neue Informationen aufzunehmen15.
Wie wird Brain Fog abgeklärt?
Um Brain Fog abzuklären, sind zwei Fragen zentral: Lassen sich kognitive Einschränkungen objektivieren, und was erklärt die Beschwerden? Daraus ergibt sich, ob eine behandelbare Ursache, eine leichte kognitive Störung oder eine andere Diagnose vorliegt.
Anamnese: Was meinen Patient:innen genau?
Weil der Begriff Brain Fog so unterschiedlich verwendet wird, ist die Anamnese ein wichtiger Schritt in der Abklärung. Relevante Punkte sind vor allem Beginn und Verlauf der Beschwerden sowie mögliche Auslöser wie eine COVID-19-Erkrankung, Migräne oder eine frühere Gehirnerschütterung7. Ebenso wichtig sind Schlaf und Stimmung, da sie das Erleben stark mitprägen2,11. Verschlechtern sich die Beschwerden Stunden bis Tage nach Anstrengung, spricht das für eine Post-Exertional Malaise (PEM)12. Eine PEM sollte früh erkannt werden, weil Betroffene ihre Aktivität dann dosieren müssen (Pacing)18.
Was empfehlen die Leitlinien?
Eine eigene Leitlinie zu Brain Fog gibt es nicht. Orientierung bieten jedoch drei AWMF-Leitlinien:
Leitlinie
AWMF-Nr.
Status
Kernempfehlung zur Kognition
S1-Leitlinie Long/Post-COVID
020-027
Version 4.1, Stand Mai 2024; in Überarbeitung
Stufenweise Abklärung kognitiver Beschwerden: Anamnese, ggf. Screening mittels Montreal Cognitive Assessment (MoCA) und bei entsprechender Indikation vertiefende neuropsychologische Diagnostik.3
S3-Leitlinie Müdigkeit (DEGAM)
053-002
Version 5.0, gültig bis 22.12.2027
Hausärztliche Basisdiagnostik zur Abklärung möglicher Ursachen von Müdigkeit und begleitenden kognitiven Beschwerden. Empfohlene Laborparameter: Blutglukose, großes Blutbild, BSG oder CRP, Transaminasen oder γ-GT sowie TSH. Weiterführende Untersuchungen nur bei konkreten Hinweisen oder auffälligen Vorbefunden4
S3-Leitlinie Demenzen (DGPPN/DGN)
038-013
Living Guideline, Version 6.1, Stand Februar 2026; gültig bis 23.02.2027
Kognitive Kurztests wie MoCA oder MMST zur Objektivierung kognitiver Beschwerden; MoCA insbesondere bei frühen kognitiven Beeinträchtigungen aufgrund seiner höheren Sensitivität relevant. Ergänzende Fremdanamnese zur diagnostischen Einordnung16
Welche Tests eignen sich zur Objektivierung von Brain Fog?
Kurze kognitive Screenings unterstützen dabei, subjektiv wahrgenommene Veränderungen zu objektivieren. Das Montreal Cognitive Assessment (MoCA) dauert rund 10 Minuten. Werte unter 26 von 30 Punkten gelten als auffällig3,16. Da die Defizite bei Brain Fog oft gering ausfallen, kann bei anhaltenden Beschwerden eine ausführliche neuropsychologische Untersuchung sinnvoll sein3.
Ebenso wichtig ist der Blick auf die Begleitfaktoren. Fatigue, Angst, Depression und Schlafstörungen sollten zusätzlich mit validierten Fragebögen erfasst werden, etwa mit der Fatigue Severity Scale (FSS), der Generalized Anxiety Disorder Scale-7 (GAD-7), dem Patient Health Questionnaire-9 (PHQ-9) oder dem Pittsburgh Sleep Quality Index (PSQI)2,9,11.
Passenden Kurztest finden: Der MCI-Test-Finder bietet eine Übersicht über kognitive Testverfahren, inklusive Testdauer, Cut-off-Werten und weiterführenden Materialien.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Eine spezifische Therapie gegen Brain Fog gibt es bislang nicht. Die Behandlung richtet sich deshalb danach, was die Abklärung ergeben hat. An erster Stelle steht die Grunderkrankung. Ebenso wichtig sind behandelbare Begleitfaktoren, die kognitive Beschwerden oft deutlich verstärken: Depression, Angst, Schlafstörungen oder Migräne. Wer diese gezielt angeht, schafft häufig schon spürbare Entlastung.
Kognitives Training: Wann ist es sinnvoll?
Lassen sich kognitive Einbußen objektivieren, ist strukturiertes kognitives Training eine leitliniengestützte Behandlungsoption16. Die S3-Leitlinie Demenzen empfiehlt bei einer leichten kognitiven Störung kognitives Training, ergänzt durch körperliche Aktivität16. Das Training fördert gezielt die Funktionen, die bei Brain Fog typischerweise beeinträchtigt sind: Gedächtnis, Aufmerksamkeit und exekutive Funktionen.
Bei Patient:innen mit einer Belastungsintoleranz ist es wichtig, das kognitive Training an die individuelle Belastbarkeit anzupassen. Bei ME/CFS empfiehlt die britische NICE-Leitlinie ein individuelles Energiemanagement (Pacing), damit Betroffene ihre Belastungsgrenzen nicht überschreiten18. Bei Patient:innen mit PEM sollte daher kognitives Training nur in kurzen Einheiten innerhalb der individuellen Belastungsgrenze erfolgen.
Digitales kognitives Training auf Rezept
Wer kognitives Training in die Behandlung einbinden möchte, kann dies auch digital verordnen. Voraussetzung ist eine passende Diagnose. Bei Brain Fog kommt vor allem die leichte kognitive Störung (ICD-10-GM F06.7) in Betracht. Sie setzt objektivierbare kognitive Einschränkungen im Zusammenhang mit einer körperlichen Erkrankung voraus, etwa bei Post-COVID, während die Alltagskompetenz weitgehend erhalten ist5.
Für diese Indikation ist NeuroNation MED dauerhaft im DiGA-Verzeichnis des BfArM gelistet6. Das personalisierte kognitive Training passt den Schwierigkeitsgrad fortlaufend an die Leistung an und trainiert Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Verarbeitungsgeschwindigkeit und schlussfolgerndes Denken. Patient:innen üben zu Hause, im eigenen Tempo, wodurch sich die Einheiten an die tagesaktuelle Belastbarkeit anpassen können.
Praktische Hinweise zur Verordnung: Die Verordnung erfolgt über Muster 16 (PZN 18787822) für jeweils 90 Tage. Die Kosten tragen die gesetzlichen Krankenkassen6. DiGA-Verordnungen sind außerbudgetär und belasten weder das Arznei- noch das Heilmittelbudget.
Informationsmaterial für Ihre Praxis
Für die Verordnung von NeuroNation MED stellen wir Ihnen gerne kostenloses Informationsmaterial zur Verfügung.
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Nein, Brain Fog ist keine eigenständige Diagnose und hat keinen eigenen ICD-Code. Der Begriff beschreibt subjektiv erlebte Probleme mit Konzentration, Gedächtnis und Sprache, die oft mit Fatigue und affektiven Symptomen einhergehen2. Brain Fog tritt bei vielen Erkrankungen auf, etwa nach COVID-19, bei ME/CFS, nach Krebstherapien oder in der Menopause2. Entscheidend für die Abklärung ist, ob objektivierbare kognitive Einbußen vorliegen und welche Ursache sie erklärt.
Welcher Test eignet sich bei Brain Fog?
Einen spezifischen Test für Brain Fog gibt es nicht. Zur Objektivierung kognitiver Beschwerden empfehlen die S1-Leitlinie Long/Post-COVID und die S3-Leitlinie Demenzen ein Screening mit dem Montreal Cognitive Assessment (MoCA)3,16. Da Fatigue, Angst, Depression und Schlaf Brain Fog stark beeinflussen, sollten diese Faktoren zusätzlich erfasst werden, etwa mit PHQ-9, GAD-7 oder der Fatigue Severity Scale2. Der MCI-Test-Finder von NeuroNation MED gibt einen Überblick über geeignete Kurztests.
Kann bei Brain Fog NeuroNation MED verordnet werden?
NeuroNation MED kann verordnet werden, wenn eine leichte kognitive Störung (ICD-10-GM F06.7) gesichert ist. Dafür müssen kognitive Einbußen objektivierbar sein und als Folge einer körperlichen Erkrankung auftreten, etwa bei Post-COVID; die Alltagskompetenz bleibt weitgehend erhalten5. Rein subjektive Beschwerden oder eine primäre Depression erfüllen die Kriterien nicht5. Die Verordnung erfolgt per Muster 16 mit der PZN 18787822 für 90 Tage, die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten6.
Ist Brain Fog ein Frühzeichen einer Demenz?
In der Regel nicht. Die mit Brain Fog verbundenen kognitiven Defizite sind meist gering, anders als bei einer Demenz2, und Brain Fog sollte nicht mit einer leichten kognitiven Störung gleichgesetzt werden7. Subjektive Gedächtnisbeschwerden können jedoch vor allem bei Beginn nach dem 60. Lebensjahr ein frühes Zeichen einer Alzheimer-Erkrankung sein17. Bei zunehmenden Beschwerden ist daher eine strukturierte kognitive Testung sinnvoll16.
Wie wird Brain Fog nach COVID-19 kodiert?
Für Brain Fog nach COVID-19 gibt es keinen eigenen ICD-Code. Kodiert wird die objektivierte Störung. Sind die kognitiven Einbußen testpsychologisch nachweisbar, Folge der COVID-19-Erkrankung und nicht so ausgeprägt wie bei einer Demenz, wird F06.7 (Leichte kognitive Störung) kodiert5. Zusätzlich wird U09.9! (Post-COVID-19-Zustand) als Sekundärschlüssel angegeben. Dieser Ausrufezeichen-Code darf nicht allein stehen19. Bei rein subjektiven Beschwerden ohne objektivierbares Defizit sind die Kriterien für F06.7 nicht erfüllt. Mit gesicherter F06.7 kann NeuroNation MED per Muster 16 (PZN 18787822) für 90 Tage verordnet werden6.
Quellen
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Ihre Patient:in reicht das Rezept bei der Krankenkasse ein. Dies erfolgt über die üblichen Wege (postalisch, online, via App, etc.). Die Krankenkassen senden daraufhin einen 16-stelligen Freischaltcode direkt an ihre Patient:in. Die Kosten werden von allen gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
NeuroNation MED lässt sich mit einem Kassenrezept (Muster 16) verordnen. Geben Sie hierzu die Bezeichnung NeuroNation MED, sowie die PZN 18787822 an. ODER Sie stellen einen Diagnosenachweis mit einer Empfehlung für die digitale Gesundheitsanwendung NeuroNation MED mit der PZN 18787822 aus.
Kassenrezept oder Arztbrief ausstellen
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Die Patient:in kontaktiert die Krankenkasse und fragt, ob die Kosten für die DiGA NeuroNation MED erstattet werden können. Vorlage Kostenübernahme herunterladen
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Die Patient:in kauft einen Freischaltcode. Nach dem Kauf erhält die Patient:in von uns einen 16-stelligen Zugangscode per E-Mail. Der Freischaltcode ist 90 Tage gültig.
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Die Verschreibung von DiGA erfolgt außerbudgetär und belastet daher weder Arznei- noch Heilmittelbudget. Der Anwendungszeitraum für NeuroNation MED beträgt 3 Monate. Da Langzeitstudien positive Effekte von kognitivem Training als langfristige Intervention zeigen konnten, ist eine Folgeverschreibung in der Regel sinnvoll. Der Verschreibungsprozess unterscheidet sich nicht von der Erstverschreibung.