Zum Welttag des Gehirns: eine Mut machende Geschichte, aktuelle Forschung und ein persönlicher Ratgeber für Ihr Gehirn.
Gemeinsam stark im Kopf
Welttag des Gehirns:
14 Risikofaktoren – was betrifft mich?
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22.-28. Juli 2026
Gemeinsam stark im Kopf
Welttag Gehirn:
Volkmar Schwabe, 77 Jahre alt, erinnert sich gut an den Tag, an dem er seine Demenz-Diagnose erhielt: „Man fällt tief, bis in die Mitte der Erde, in ein tiefes Loch."

Nach so einem Moment erleben viele Betroffene das Gleiche: regelmäßige Kontrolltermine, eine medikamentöse Einstellung, die Empfehlung, sich zu bewegen - aber auch: Rückzug, Scham, das Schweigen über die genaue Diagnose.

Volkmar Schwabe entschied sich für einen anderen Weg. Wir haben ein Interview mit ihm geführt und seine zentrale Botschaft an alle Menschen mit Demenz im Video aufgezeichnet:
Statt sich zurückzuziehen oder abzuwarten, wie sich die Erkrankung entwickeln würde, baute Volkmar Schwabe gemeinsam mit seinem Hausarzt sein eigenes, tägliches 4-Punkte-Programm auf.

Seitdem beobachtet er statt einer kontinuierlichen Verschlechterung einen Prozess, den er selbst den „umgekehrten Domino-Effekt" nennt:
Aktiv handeln statt sozialer Rückzug
Dieses 4-Punkte-Programm hat Volkmar Schwabe mit Unterstützung seines Hausarztes entwickelt:
Vier Hebel für Ihre Gehirngesundheit
01

Ernährung

Mediterrane Kost, ergänzt durch Vitamin D, Omega-3, B-Vitamine, Q10 und Lithium.

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Tipps für den Einstieg

Eine ausgewogene Ernährung liefert wichtige Nährstoffe und beeinflusst Herz-Kreislauf-Risikofaktoren positiv.

Diese Woche können Sie zum Beispiel:

  • eine „bunte" Mahlzeit einplanen – mit mindestens drei verschiedenen Farben aus Gemüse oder Obst
  • zwei Mahlzeiten pro Woche durch Hülsenfrüchte oder Fisch ergänzen

Die mediterrane Ernährungsweise wird von der WHO empfohlen und ist Teil erfolgreicher Lebensstil-Programme in der Demenzforschung.

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02

Bewegung

Trotz chronischer Wirbelsäulenerkrankung täglich aktiv — Krafttraining und Fahrradfahren.

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Bewegung verbessert die Durchblutung und unterstützt viele Prozesse im Gehirn. Entscheidend ist die Regelmäßigkeit, nicht die Intensität.

Ein möglicher Start:

  • mehrmals pro Woche 20 bis 30 Minuten spazieren gehen
  • alternativ Rad fahren, schwimmen oder eine andere Bewegung, die Ihnen Freude macht

Die WHO empfiehlt körperliche Aktivität als wichtigen Bestandteil eines gehirngesunden Lebensstils.

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03

Soziale Einbindung

Bewusster Kontakt zu Nachbarn und ehrenamtliches Engagement im Alltag.

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Tipps für den Einstieg

Gespräche und gemeinsame Aktivitäten stimulieren das Gehirn und stärken das emotionale Wohlbefinden.

Eine Idee für den Alltag:

  • zwei feste soziale Termine pro Woche einplanen — ein Treffen, ein Spaziergang oder ein Telefonat
  • sich einer Gruppe, einem Verein oder einer ehrenamtlichen Tätigkeit anschließen

Menschen mit MCI berichten, dass Austausch und gemeinsame Aktivitäten ihnen helfen, aktiv und motiviert zu bleiben.

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04

Kognitives Training

Tägliche Einheiten mit NeuroNation — meist zweimal pro Tag.

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Tipps für den Einstieg

Wichtig ist vor allem, dass das Gehirn regelmäßig gefordert wird.

Ein guter Rhythmus:

  • 3× pro Woche etwa 30 Minuten gezielt geistig aktiv werden
  • Übungen wählen, die abwechslungsreich sind und Spaß machen

Ein strukturiertes Gehirntraining wie NeuroNation MED kann dabei helfen, dranzubleiben.

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Besonders wichtig ist die Vielseitigkeit des Programms:
Die Forschung zeigt, dass Maßnahmen wirksam sind, die mehrere Lebensstilfaktoren miteinander verbinden. So können sie zusammen wirken und die Gehirngesundheit auf unterschiedliche Weise unterstützen.

Dabei geht es nicht darum, alles sofort perfekt umzusetzen. Viel wichtiger sind kleine, realistische Schritte, die sich dauerhaft in den Alltag integrieren lassen.

Außerdem ist es wichtig, Gesundheitschecks im Blick zu behalten und regelmäßig mit dem Hausarzt oder der Hausärztin zu besprechen.
Insgesamt wendet Volkmar Schwabe nach eigenen Angaben vier bis fünf Stunden täglich für das Programm auf, und das bereits seit fünf Jahren.

Heute fallen ihm Namen, die über Jahre binnen Sekunden vergessen waren, zunehmend wieder ein – bei Gesprächspartnerinnen und -partnern ebenso wie bei Personen aus dem Fernsehen, die er erkennt, aber deren Namen er bisher nicht abrufen konnte.

Diesen überraschenden und unerwarteten Verlauf führt er auf ein einziges, entscheidendes Element zurück: konsequentes, tägliches Handeln, über Jahre hinweg.

Hier erzählt er, wie er es jeden Tag schafft, sich dazu zu motivieren - und wie er damit umgeht, wenn er mal einen schlechten Tag hat.

Das Wichtigste: Mut behalten!
Dass gezielte Veränderungen im Lebensstil die geistige Leistungsfähigkeit nicht nur erhalten, sondern verbessern können, deckt sich auch mit aktuellen Studien aus der ganzen Welt:

In der finnischen FINGER-Studie haben Menschen mit Demenzrisiko über zwei Jahre an einem strukturierten Programm aus Ernährung, Bewegung, Gehirntraining und Gesundheits-Checks teilgenommen und die Denkleistung um 25 % verbessert (im Vergleich mit einer Kontrollgruppe ohne Programm).

Für Verarbeitungsgeschwindigkeit lag der Unterschied sogar bei 150 %. Die US-amerikanische POINTER-Studie und die australische Maintain Your Brain-Studie kommen mit ähnlichen Programmen zum selben Ergebnis: Veränderungen im Lebensstil können die Denkleistung positiv beeinflussen.

Forscher:innen gehen deshalb davon aus: 45% aller Demenzfälle ließen sich durch Veränderungen im Lebensstil ganz verhindern oder zumindest verzögern.

Prof. Dr. Thorsten Bartsch ist Neurologe und Gedächtnisforscher am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein. In seiner täglichen Arbeit begleitet er Menschen mit Gedächtnisstörungen und Demenzerkrankungen. Im Video ordnet er ein, was die neuen Ergebnisse für diese Menschen bedeuten.

„Was uns so optimistisch stimmt, dass Lebensstilintervention einen positiven und wirklichen Effekt auf die geistige Leistungsfähigkeit haben, sind insgesamt drei Studien aus den letzten Jahren:
Die FINGER-Studie aus Finnland, die US POINTER Studie und eine große australische Studie. Diese Studien zeigen, dass ein kognitives Trainingsprogramm, computergestützt durchgeführt, einen positiven Effekt auf die Gedächtnisfunktion hat.”
Wer jetzt handelt, profitiert
Ein wichtiger Punkt, warum Veränderungen im Lebensstil die Denkleistung verbessern können, ist das kognitive Training.

„Kognitive Stimulation kann helfen, die Vernetzung von Nervenzellen zu stärken“, sagt Prof. Dr. Thorsten Bartsch. „Das Gehirn bleibt ein Leben lang anpassungsfähig. Das können wir ausnutzen.“

Forschende sprechen in diesem Zusammenhang auch von der kognitiven Reserve. Sie beschreibt eine Art Schutzpolster des Gehirns: Je mehr wir unser Gehirn im Laufe des Lebens fordern und trainieren, desto mehr stabile Verbindungen zwischen Nervenzellen entstehen. Diese Reserve kann später helfen, Veränderungen im Gehirn länger auszugleichen.

Man kann sich die kognitive Reserve deshalb wie einen Puffer für das zukünftige Gehirn vorstellen.

Gerade für Menschen mit einer leichten kognitiven Störung (MCI) kann geistige Aktivität ein wichtiger Bestandteil sein, um die geistige Leistungsfähigkeit zu unterstützen und die Gehirngesundheit aktiv zu stärken. Viele Expertinnen und Experten empfehlen deshalb, das Gehirn regelmäßig und strukturiert zu trainieren.
Ein Beispiel dafür ist NeuroNation MED. Das digitale Gehirntraining wurde speziell für Menschen mit kognitiven Einschränkungen entwickelt und kann dabei helfen, Gedächtnis, Aufmerksamkeit und andere geistige Fähigkeiten gezielt zu stärken.
„Wir wissen aus vielen Studien, dass kognitive Stimulation einen Effekt auf Nervenzellen und Nervenzellverbünde hat: Die Verbindung zwischen Nervenzellen, die Neubildung von Nervenzellen und die Organisation von Nervenzell-Netzwerken im Gehirn kann dadurch gestärkt werden. Das nennt man Neuroplastizität und ist die Grundlage dafür, dass ich überzeugt bin: Kognitives Training hat einen echten Effekt auf das Gehirn.”
Wie reagiert das Gehirn auf Veränderungen im Lebensstil?
Dr. Kupferschmitt erklärt den Verschreibungsprozess:
Code erhalten und Training starten
3
Bei der Krankenkasse einreichen (oder online hochladen)
2
Kurzattest bei Ärzt:in / Psychotherapeut:in holen
1
NeuroNation MED ist eine digitale Gesundheitsanwendung (DiGA).
Sie bietet ein digitales Gehirntraining für zuhause, das Menschen mit kognitiven Einschränkungen hilft, Gedächtnis, Aufmerksamkeit und andere geistige Fähigkeiten gezielt zu stärken. Die Therapie wird von allen gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.
Der Prozess ist sehr einfach und kann in wenigen Schritten erledigt werden:
So erhalten Sie NeuroNation MED
„NeuroNation MED ist eine digitale Gesundheitsanwendung, die von der Krankenkasse übernommen wird. Die Patienten gehen zum Arzt oder Psychotherapeuten. Bei der Diagnose F06.7 kann ein Rezept ausgestellt werden. Die Patienten laden die App herunter, geben den Code ein – und das war es schon. Es geht sehr schnell, sehr simpel.“
Volkmar Schwabe über NeuroNation MED:
Jeder Mensch bringt unterschiedliche Voraussetzungen mit. Deshalb kann es hilfreich sein, die eigenen Risikofaktoren genauer zu betrachten.

Auf Grundlage der aktuellen Forschung haben wir einen kurzen Self-Check entwickelt. Er hilft dabei, die eigene Situation besser einzuschätzen und konkrete nächste Schritte für Ihre Gesundheit zu planen.
Der Check dauert nur wenige Minuten. Anschließend erhalten Sie Hinweise darauf,

  • welche Risikofaktoren für Sie besonders relevant sein könnten.
  • welche Aspekte Ihrer Gesundheit Sie im Blick behalten sollten.
  • welche kleinen Schritte im Alltag sinnvoll sein könnten.

Der Self-Check ersetzt keine medizinische Diagnose. Er kann jedoch helfen, Gespräche mit Ärztinnen oder Ärzten vorzubereiten und das eigene Risiko besser einzuordnen.
Zum Self-Check:
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Häufige Fragen